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Non scholae, sed vitae discimus!
Wer hat ihn nicht noch im Ohr, den viel zitierten Spruch vom „Lernen fürs Leben“.
Aber selten war er so richtig und wichtig wie heute!
Fort- und Weiterbildung ist keine Erfindung der Wissensgesellschaft – diese Forderungen gibt es bereits seit der Zeit der Aufklärung – bedient wurden diese Wünsche damals unter anderem durch Arbeiterbildungsvereine und Volkshochschulen. |
Prof. Mag. Dr. Rudolf Streihammer |
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Seit dem letzten Jahrhundert bringt der Begriff des „Lifelong Learning“ diese Forderung auf den Punkt – kaum eine andere Zielsetzung der Europäischen Union hat soviel Aufmerksamkeit und Zustimmung erhalten.
Warum aber ist Fort- und Weiterbildung heute eine unverzichtbare Notwendigkeit gesellschaftlicher Entwicklung geworden? Warum diese große Nachfrage? Ist es nur die berufliche Weiterbildung, die uns motiviert – oder eher doch das Streben nach mehr Allgemeinwissen?
Ich meine, es ist eine Mischung von allem – der Hauptbeweggrund liegt aber in der heutigen dynamischen Informationsgesellschaft. Täglich stürmt eine Fülle von Informationen auf uns ein – manche davon bereiten uns Ängste und Sorgen, manche lösen Unsicherheit aus – der Homo sapiens aber will verstehen und kritisch bewerten können, er will mit dem Informationsangebot umgehen können und, was noch viel wichtiger ist, er will wettbewerbsfähig sein und bleiben!
Verschärfte Wettbewerbsbedingungen und die damit verbundene Situation am Arbeitsmarkt stellen immer höhere Anforderungen an die Qualität und Gestaltung der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Und gerade in diesem weiten Feld der Aus- und Weiterbildung sind heute die Grenzen sehr fließend - berufliche Bildung, Allgemeinbildung und auch Persönlichkeitsbildung fließen ineinander – Lebenslanges Lernen erfordert aktuell komplexe Angebote, die berufliche Qualifikation für die Arbeitswelt und individuelle Weiterentwicklung fördern.
Denn eines ist heute unwiderlegbar – Bildungspolitik ist auch, oder gerade die Wirtschafts- und Sozialpolitik einer globalisierten Welt und zugleich Garant für so oft geforderte Nachhaltigkeit. In diesem Sinne stellen professionelle Seminare, Trainings und Workshops die Grundlage zum Erwerb und der Förderung persönlicher und fachlicher Handlungskompetenz dar.
Jahrzehntelange Erfahrung im Lehrberuf, in der Fort- und Weiterbildung und dem breiten Feld der Erwachsenenbildung haben in mir die Meinung verfestigt – dass die schulische Ausbildung das Fundament unseres Wissens bildet. Was wir jedoch auf diesem Fundament bauen, wie oft wir es verändern oder renovieren – davon hängt nicht nur die berufliche Entwicklung sondern auch unser persönliches Wohlbefinden ab. Und wenn wir unser persönliches „Bildungshaus“ nicht ständig pflegen und verbessern, wird es bald zu einer Ruine werden – und wer wohnt schon gerne in Zeiten einer dynamischen Wissens- und Informationsgesellschaft in einer persönlichen Bildungsruine?
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß und Erfolg mit unserem Programm und würde mich freuen, Sie schon bald als TeilnehmerIn bei einer unserer Veranstaltungen begrüßen zu dürfen!
Herzlichst!
Ihr Rudolf Streihammer
Prof. Mag. Dr. Rudolf Streihammer
Professor am Konrad Lorenz-Gymnasium Gänserndorf
Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Wien - Strebersdorf
Lehrbeauftragter an der Int. Sommerakademie für Hochbegabte |